Die Florentiner

JUBILÄUM! Jetzt sind wir schon über ein Jahr dabei, und mittlerweile eine richtige Hockeymannschaft! Seit der Gründung im Frühjahr 2005 ist viel passiert. Zunächst erschien die Handhabung des Krummstockes für uns eine größere Herausforderung als gedacht. Was bei den schon länger spielenden Kollegen so einfach und elegant aussah, stellte uns doch manchmal vor ein Rätsel. Mit einem durchschnittlichen Anfangsalter von ungefähr Zwanzig Jahren ist das erstmalige Zusammenspiel von Laufen, Schläger halten, Gucken, Ball treffen oder ausweichen (je nach Standort), ähnlich einfach wie das Essen von Erbsen mit Stäbchen, im Laufen versteht sich.
Doch mit Geduld, Schweiß, Mühe und vielen blauen Flecken wurden plötzlich immer mehr Bälle gestoppt, mehr Kilometer abgearbeitet, mehr Tore geschossen, nur die blauen Flecken blieben. Mittlerweile sind wir keine Anfänger mehr, sondern können mehr oder weniger mit dem Hockeystock umgehen, die Kondition wird besser, der Spaß ist immer noch riesig.
Neben dem Training haben wir schon früh angefangen unsere ersten Freundschaftsspiele zu bestreiten; unsere Gegner: Elternhockeymannschaften. Nach Anfänglicher Torflaute wurden wir immer erfolgreicher, so dass wir in unserer jungen Karriere schon einige Siege einfahren konnten.
Unsere nächste Herausforderung war die WM 2006 in Mönchengladbach, allerdings dieses Jahr noch das zur Weltmeisterschaft parallel stattfindende Elternhockeyturnier. Nachdem den meisten gegnerischen Mannschaften angesichts unseres jungen Durchschnittsalters bereits bei den Begrüßungen die Knie schlotterten, bemerkten sie im Anschluss einvernehmlich, daß wir doch eine angenehme Mannschaft sind, die gerne zu Elternhockeyturnieren wiederkommen darf. In Wirklichkeit konnten sie unseren Bestechungsversuchen mit den übergebenen Florentinern nicht widerstehen. Unter den zwanzig teilnehmenden Teams platzierten wir uns dezent im Mittelfeld und nur in den letzten Spielen konnte es sich unser Coach nicht nehmen lassen, auch ein paar Kugeln zu schlagen, ohne sie jedoch in den Kasten befördern zu dürfen.
Aber nicht nur auf dem Feld, nein auch in der Hallensaison haben wir fleißig trainiert, noch härter, noch schneller, noch anstrengender, noch mehr blaue Flecken, aber mindestens genauso viel Spaß. Unsere zweite Stärke, ist die beim Hockey bekannterweise beliebte und mit viel Liebe gepflegte dritte Halbzeit. Ein kleines Bierchen im Clubhaus bei Stefan, gehört natürlich auch bei uns zu einem ausgewogenen Training. Auch unsere Weihnachtsfeier war einer Hockeymannschaft würdig: Hockey, Essen, Kegeln, Kiez, ganz wie sich das für ein so ambitioniertes Team gehört.
Eine Feier hatte leider einen wehmütigen Beigeschmack, im Juni 2006 verabschiedeten wir unsere Mitspielerin Janine für ein Jahr nach Australien, von hier viele liebe Grüße nach Down Under. Zum Schluss noch eine gute Nachricht: Endlich haben wir auch einen eigenen Namen, nach unserem Coach Flo Westphalen, sind wir nun die Florentiner!
Tina und Linda
RSV Florentiner - UHC
Am 24. Juni letzten Jahres hatten wir unser erstes Freundschaftspiel gegen eine Freizeitmannschaft vom UHC auf deren Anlage. Ein sommerliches Spiel mit wenig Toren aber einigen schönen Spielszenen. Klar war, solche Spiele müssen fortgesetzt werden. Nachdem wir bei der Hockey-WM einiges an Erfahrung sammeln konnten, reichte es dennoch nicht zum Sieg beim Rückspiel im November am Wesselblek. Es kam sogar noch schlimmer, das Wetter ungemütlich, die Spielqualität mäßig und Kati startete die Reihe der RSV Nasenbrüche. Wir fuhren dann nach versöhnlicher dritter Halbzeit mit einem traurigen 0:1 in der Tasche wieder heim. Ein herzlicher Dank trotzdem an Kai, der für Flo als Coach kurzfristig eingesprungen war.
Natürlich wollten wir die UHCler auch gerne einmal auf unserem Kunstrasen begrüßen und nach verschobenem ersten Schneetermin klappte es zu einem winterlich-warmen Spiel am vergangenen Samstag. Vierzehn Florentiner begrüßten zwölf Gäste, deren Begrüßungsrede ihnen zum Verhängniss wurde. Nachdem die Uhlen meinten: „Auswärtstore zählen ja doppelt!“ ging es Schlag auf Schlag bis zum hochverdienten 10:3 für Rissen. Jetzt zeigt sich endlich, was unser Coach uns alles in der letzten Zeit gepredigt hat. Spielen über die Flügel, die Kugel darf auch mal nach hinten abgespielt werden, schnelles Kurzpassspiel und vor dem gegnerischen Tor muss die Kugel schnell und ohne Schnörkel einfach in die Hütte.
Bei Stefan durfte also gefeiert werden und auch die Laune unserer Gäste erholte sich wieder, so dass das nächste Spiel ins Auge gefasst werden kann. Gefeiert wurde bei den Florentinern den ganzen Tag noch weiter, denn unsere Weihnachtsfeier begann bei Janne und Flo mit einem Riesenbuffet, danach ging es zum Kegeln und der Abschluss der Feierlichkeiten führte einige auf den Kiez und andere zur Geburtstagsfeier von Kai Laatzen. Herzlichen Glückwunsch, Kai.
Die Florentiner
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